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04/04/2011 - 10:24

Bereits Ende Januar hat Google den Suchalgorithmus geändert, um die Qualität seiner Suchergebnisse zu verbessern. Wer sich schon häufiger über Treffer geärgert hat, die auf Seiten mit billigem Content geführt haben, soll nach der Änderung mit besseren Ergebnissen bedient werden. Der Inhalt der Änderung zielte auf die „Content Farmen“, die unter anderem für die Generierung billiger Backlinks betrieben werden. Webspam und Duplicate Content sollen mit Maßnahme abgestraft werden, zuerst in den USA, später auch in anderen Ländern. Vor einem Monat wurde nun bekannt gegeben, dass erneut eine Änderung vorgenommen wurde. Wieder sollte mit dieser Änderung nicht nur der Spam, sondern auch schlechter Content an sich abgestraft werden. „Gute“ Texte sollten dagegen belohnt werden und besser gerankt werden. Schließlich muss sich auch Google um die Qualität bemühen, seit die Konkurrenz durch Yahoo und Bing stärker geworden ist.

Nachdem nun einige Zeit vergangen ist, wollen wir prüfen, ob die Änderung schon bei google.de angekommen ist. Wir haben es am Beispiel von Suite101 getestet. In der Sichtbarkeit des Sistrix Rankings ist immerhin ein minimaler Absturz vom 21. zum 28.2. zu erkennen. Bei artikelverzeichnis.de und anderen Artikelverzeichnissen in den Top 10 lassen sich aber noch keine nennenswerten Änderungen beobachten. Es gibt also vermutlich keine kollektiven Abstrafungen, sondern es geht um gezielte Maßnahmen.

Es bleibt die Frage, was guten Content eigentlich ausmacht. Denn für die Suchmaschinenoptimierung ist guter Content unverzichtbar. Er sollte sowohl auf der Webseite und auch im Netz zu finden sein, zum Beispiel auf Presseportalen. Ohne (gute) Texte funktioniert die Suchmaschinenoptimierung nicht. Jeder, der sich um gute Texte bemüht, sollte keine Angst haben. Denn mit einigen Regeln kann man auch in Zukunft höchstwahrscheinlich der Spamfalle entkommen und in die Top 10 gelangen. Dazu gehört, dass man keine Texte kopiert, sondern selbst schreibt, selbst wenn es sich um Produktbeschreibungen handelt. Schreib- und Grammatikfehler sollte man vermeiden, und möglichst keine Werbefloskeln verwenden. Wir denken also, dass gute Suchmaschinenoptimierung nicht direkt von der Änderung des Algorithmus betroffen sein wird, auch wenn Verzeichnisse abgestraft werden. Nur mit gutem Content hat die Suchmaschinenoptimierung ein sicheres Fundament.

22/02/2011 - 15:51

Einige werden es schon mitbekommen haben, dass am 8. Juni der IPv6 Day ausgerufen wird. An diesem Tag werden die Internet Giganten Google, Facebook und Yahoo zum ersten Mal gemeinsam anstelle der bislang gebräuchlichen Version 4 IPv6 verwenden. Die meisten Internet Nutzer werden davon allerdings nicht viel mitbekommen.

Der Grund für die Umstellung der Internet Sprache liegt darin, dass die Adressen für Webpräsenzen in der alten Sprache langsam knapp werden. Doch die Umstellung erfolgt bislang recht langsam, wie bereits im vergangenen Jahr von heise.de bemerkt, weil bislang  der alte Zugang über IPv4 problemlos funktioniert. Um die Tragfähigkeit von IPv6  zu testen, setzen Google und Co. jetzt zum großen Testlauf im Juni an. Mehr Infos zum IPv6 Day ist unter http://www.ipv6day.org/ zu finden.

Es bleibt die Frage, welche Auswirkung IPv6 auf die Suchmaschinenoptimierung hat. Aus der SEO Sicht ist dabei weniger die Verfügbarkeit der Webseiten von Interesse, sondern die Bewertung der Backlinks. Sobald IPv6 flächendeckend eingeführt ist, verfällt auch das Alter der Backlinks und ein Kriterium für die Analyse der Links wird wertlos. Wer Links tauschen möchte, orientiert sich unter anderem am Alter der Seite. Selbst wenn die Bedeutung des Alters der Domain und der Backlinks für das Ranking unter SEOs umstritten ist, lässt sich schwer leugnen, dass die Dauer der Existenz einer Domain für die Einstufung eine Rolle spielt. Zu diesem Thema ein bereits älteres Statement von Matt Cutts. Obwohl Cutts das Alter als Faktor nicht hoch ansetzt, behauptet er nicht, es habe überhaupt keinen Einfluss auf das Ranking.

Mit einer flächendeckenden Umstellung wäre auch eine neue Egalität der IP Adressen Realität. Google hat höchstwahrscheinlich schon eine Lösung für dieses Problem in der Tasche. Beispielsweise könnte das Domainalter  noch weiter an Bedeutung verlieren und dafür andere Faktoren wichtiger werden. Vielleicht wird in Zukunft weniger die Geschichte einer Seite entscheiden, sondern ihre Positionierung bei Social Media Portalen und die Empfehlung von Freunden („like“). Damit wird das Web ein Stück „gerechter“ und die Neuanfänger hätten tatsächlich bessere Chancen. Doch dafür müsste IPv6 der verbindliche, neue Standard für alle sein.

08/02/2011 - 09:37

In der SEO Szene konzentrierten sich die Blogger vergangene Woche auf die die Nachricht, Bing habe die Serps von Google kopiert. Sinnlose Buchstabenkombinationen wurden von den Google Programmieren manuell eingepflegt, die dann zeitverzögert bei der Microsoft Suchmaschine Bing erschienen. Damit ließ sich beweisen, dass Bing Ergebnisse von Google einfach kopiert. Offenbar hat sogar ein Mitarbeiter vom Bing öffentlich bestätigt, dass tatsächlich Ergebnisse in manchen Fällen übernommen werden.

Die Sistrix Blogger vermuten, dass es sich dabei um eine PR Aktion Googles handeln könnte, um den Konkurrenten Bing zu schwächen. Offensichtlich möchte Google seine Überlegenheit und Dominanz ausspielen. Insgesamt scheint es sich also um einen bewusst inszenierten Coup zu handeln, der Google angeschlagenes Image aufpolieren soll. Doch einige Fragen bleiben dabei offen. Ist das Vorgehen von Bing wirklich problematisch, oder ist es nur folgerichtig, Daten zu kopieren? Und wie verhalten sich andere Suchmaschinen? Wir freuen uns auf eure Kommentare!

01/02/2011 - 15:28

Wieder einmal war die große Suchmaschine diese Woche in den Nachrichten, und wieder einmal waren die Schlagzeilen negativ. Es steht der Verdacht im Raum, Google habe die SERPs zu seinen Gunsten geändert und andere Preisvergleichsportale benachteiligt. Konkret könnte das bedeuten, Google habe die Netzneutralität verletzt. Weil diese Vorwürfe auch in den USA gegen den Suchmaschinendienstleister vorliegen, hat jetzt auch die EU Kommission ein formelles Verfahren eröffnet.

Google selbst hat in seinem Blog am 30.11. zu den Vorwürfen Stellung bezogen. Interessant ist daran weniger, dass Google die Leser davon überzeugen möchte, dass es sich schlicht um den Neid der Konkurrenz handelt. Die Google Ergebnisse seien für User gemacht, nicht für Webseiten Betreiber. Wir nehmen folgendes Statement unter die Lupe:

“We aim to be as transparent as possible. We provide more information about how our ranking works than any other major search engine (…) And we’re committed to increasing that transparency going forward. At the same time, we don’t want to help people game our system. We do everything we can to ensure that the integrity of our results isn’t compromised.”

Unter SEOs ist Google eher als Unternehmen bekannt, das sich nicht gerne in die Karten schauen lässt. Und das aus gutem Grund, denn der Vorwurf der Manipulation wiegt schwer. Wenn sich in der Öffentlichkeit die Meinung durchsetzt, dass die Suchergebnisse nicht neutral sind, ja von Geschäftsinteressen dominiert sind, dann könnte die Suchmaschine User verlieren. Doch dies ist nicht wahrscheinlich, denn Google beherrscht den Markt der Suchmaschinen durch Vollständigkeit und Geschwindigkeit.

Aber manipuliert Google die Suchergebnisse? Dieser Vorwurf ist erst dann gerechtfertigt, wenn es gelingt, eindeutige Beweise über einen längeren Zeitraum vorzulegen. Für das deutsche Web lässt sich das anhand von Stichproben nicht bestätigen. Schließlich hängen die SERPs auch von den jeweiligen Data Centern ab. Der Vorwurf mag das Misstrauen gegen Google in der Bevölkerung weiter steigern, aber auch hier gilt: Im Zweifel für den Angeklagten.

31/01/2011 - 12:28

Im Rückblick gab es vergangene Woche nur ein Thema, dass die SEO Szene umtrieb: der sogenannte Bloggergate Skandal. Blogger Sascha Pallenberg erhob Vorwürfe gegen die gezielte Anwerbung von Linkkäufen in Blogs. Die dabei geschlossenen Verträge würden die Blogger zur Verschwiegenheit verpflichten. Pallenberg verwies darauf, dass diese Form des Linkbuildings von Google verboten ist und es sich somit um „Schleichwerbung“ handelt. Auch die SEO Szene wird in dem Beitrag vom 27. Januar angegriffen.

Die Antwort fiel recht deutlich aus, auch wenn die SEOs und Blogger alle größten Wert darauf legten, dass es sich keinenfalls um einen Skandal handelt. Der Artikel wurde nicht nur oft gelesen, sondern auch vielfältig kommentiert. Dennoch halten die meisten SEOs den Beitrag nicht der Rede wert, denn  es handele sich nur um ein gängiges Verfahren, dass jedem kommerziellen Blogger zur Verfügung stünde. Das Verfahren sei also keineswegs eine Ausbeutung der Blogger. Die Aufregung würde vielmehr den beteiligten Bloggern schaden, denn auch Matt Cutts hat offenbar schon Interesse an den Enthüllungen gezeigt.

Auf SEO United wehren sich die SEOs gegen die ungerechtfertigte Vorverurteilung der Optimierer. Auch hier wird die Praxis grundsätzlich verteidigt und SEO als legale Praxis zur Steigerung der Sichtbarkeit verteidigt.

Der Sistrix Blog bezweifelt, ob das Vorgehen überhaupt illegal ist. Es sei ein Missverständnis, dass die Blogger gezwungen würden, Texte mit bestimmten Inhalten zu verfassen. In jedem Beitrag müsste offenbar nur die URL verlinkt werden, doch eine Einflussnahme auf Inhalte fände nicht statt.

Egal, wie fundiert und sachlich angemessen die Vorwürfe waren, sie haben ein großes Echo erfahren. Offenbar haben auch viele SEOs den Beitrag als persönlichen Angriff verstanden. Insgesamt gibt es nichts dagegen einzuwenden, über Black/Grey Hat SEO zu berichten. Nur sollte die Qualität der Behauptungen angemessen sein, und die Vorwürfe vielleicht nicht ganz so aggressiv. Wie sagt man so schön? Der Ton macht die Musik.