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07/03/2012 - 16:30

Am 25. Februar gingen in München wieder tausende Menschen auf die Straßen um gegen ACTA zu demonstrieren. Die Demonstranten konnten einen vorläufigen Erfolg erzielen, denn das Gesetz wurde vorerst von einigen Staaten, darunter auch von Deutschland, nicht ratifiziert, was ein erster Erfolg für die Demonstranten bedeutet. Was verbirgt sich hinter dem Kürzel ACTA und warum eigentlich die ganze Aufregung?

Wenn wir einen ersten Blick auf das Gesetz werfen sieht es prinzipiell sehr vernünftig aus. ACTA steht für Anti-Counterfeiting Trade Agreement, auf Deutsch etwa Anti-Produktpiraterie-Handelsabkommen. Das ist ein internationales Handelsabkommen, an dem sich 27 Staaten beteiligen. Neben der EU auch unter anderem Australien, die USA, die Schweiz und Südkorea. Es soll den Schutz geistigen Eigentums regeln, so dass in den beteiligten Staaten einheitliche Gesetze herrschen. Vom Internet ist hier erst einmal gar nicht die Rede.

Erfinder, Künstler, Journalisten und alle anderen Personengruppen die kreativ sind, die Neuerungen entwickeln haben ein Recht darauf, dass ihre Werke geschützt werden. Wer heute ein Buch schreibt und es veröffentlicht, sei es im Internet oder bei einem Verlag, hat Anspruch auf seinen Verdienst. Das gilt auch für seine Erben bis zu 70 Jahre nach seinem Ableben (in Deutschland). Durch die Entwicklung des Internets sind Informationen nicht mehr Stoffgebunden, also Literatur benötigt kein Papier, Musik keine CD und Film keine Leinwand mehr. Weitergegeben werden lediglich Informationen. Dadurch ist es aber auch sehr leicht geworden diese Informationen zu kopieren, mit anderen zu teilen und zu Hause auf einem Speichermedium kleiner als eine Zigarettenschachtel zu archivieren. Das Kopieren und Weiterverbreiten von geistigem Eigentum war und ist immer schon verboten. Im Internet genauso wie im Copyshop, weil dadurch der Künstler und der Verlag um seinen Verdienst betrogen wird.

Die Kritiker am Abkommen fürchten, dass durch seine Ratifizierung die Freiheit des Internets eingeschränkt wird. Es hat in letzter Zeit immer wieder Sperrungen von bestimmten Internetseiten gegeben, dies könnte in Zukunft zu einer gängigen Praxis werden und die Zensur im Internet Einzug halten. Es definiert im Endeffekt in diesem Gesetz niemand so genau, wann eigentlich eine Information verbreitet wird. Ist der Tatbestand erfüllt, wenn man ein mp3-File mit einem bekannten teilt oder genügt es schon, wenn man im Forum von einem neuen Film erzählt, den man eben im Kino gesehen hat. Im zweiten Fall würde das Medium Internet auf eine nicht zumutbare Weise zensiert. Es würde ein Massensterben von Blogs, Foren und anderen Internetseiten einsetzen. Kunst beruht immer auf anderer Kunst, jeder Literaturwissenschaftler wird das bestätigen und durch dieses Gesetz wird jeder Kunstschaffende in seiner Freiheit erheblich eingeschränkt. Ein anderer für die Kritiker sehr wichtiger Punkt ist die Möglichkeit der Kontrolle die dieses Gesetz schafft. Es erfolgt eine ständige Kontrolle der im Internet getauschten Daten, was ein erheblicher Eingriff in die Privatsphäre der Nutzer bedeutet und Orwells Vision „1984“ sehr nahe kommt. Da durch das Medium Internet ständig in irgendeiner Form Daten getauscht werden, kann es bei eine sonst harmlosen Diskussion zwischen zwei und mehr Beteiligten zu einem ungewollten und verbotenen Datentransfer kommen, beispielsweise wenn bei einer Videokonferenz im Hintergrund ein Lied gespielt wird. Somit würden sich beide Parteien einer Urheberrechtsverletzung schuldig machen. Wenn das Gesetz in der jetzt vorliegenden Form in dieser oben beschriebenen Art umgesetzt wird, dann kann das das Ende des Internets in der heutigen Form bedeuten.

Klar, das Internet ist kein rechtsfreier Raum und jeder User muss sich an bestimmte Gesetze und Vorschriften halten. ACTA stellt den Versuch dar das bestehende Urheberrecht zu Internationalisieren und um das Internet zu erweitern. Anders ausgedrückt wird ein Gesetz aus dem analogen Zeitalter ins digitale Zeitalter verschoben. Dieser Versuch ist zum Scheitern verurteilt. Was wir brauchen ist ein neues Gesetz das die Belange der Künstler und den Anspruch der Menschen auf freie Meinungsäußerungen gerecht wird.

Durch die Demonstrationen wurde die Ratifizierung des Gesetzes in Deutschland vorerst gestoppt. Das ist gut und es bleibt zu hoffen, dass den Demonstranten ein dauerhafter Erfolg beschieden ist. Denn dann müssen sich die beteiligten Parteien (und diesmal alle und nicht nur einige Ausgewählte) an einen Tisch setzen um ein neues Gesetz zu entwickeln. Ein Gesetz in dem ein freies Internet und ein ungehinderter Austausch von Informationen und Erfahrungen möglich sind.

geschrieben von R.Bogner

07/12/2011 - 11:49

Jeder von uns kennt Adobe Flash. Sei es auf einer Website beim Surfen im Web, auf mobilen Endgeräten oder bei vielen, vielen anderen Berührungspunkten mit der modernen EDV. Doch woher kommt Adobe Flash, was hat es für uns gemacht und erreicht und wohin wird es gehen?

 

Der Anfang

Im Jahre 1993 gründete sich in San Diego die Firma Future Wave Software Ihrem Kernprodukt SmartSketch, einem Zeichenprogramm für Pen Computer, kurz darauf auch für Windows basierende PCs und Macs. Dies war auch die Basis für Future Splash Animator, der Vorstufe vom ersten Flash. 

„Die Kindheit“

1996 erkannte das aus MacroMind und Authorware fusionierte Unternehmen Macromedia das Potential und akquirierte Future Wave Software. Ab diesem Zeitpunkt wurde SmartSketch zu Flash und somit zu einem Fachbegriff, dessen Ausmaße höchstwahrscheinlich damals noch nicht geplant waren. Im Laufe der Jahre entwickelte Macromedia „ihr“ Flash weiter und es wurde kontinuierlich verbessert. 

„Die Pubertät“

Ab der Version 4 im Jahre 1999 wurde ActionScript integriert und durch die Erkenntnisse, wie breitflächig Flash nutzbar ist, wurden neue Wege eingeschlagen, um weitere Mehrwerte zu nutzen. Spiele, Banner, Computer based trainings, POIs und noch vieles mehr wurde mit Flash umgesetzt. Ab 2000 wurde die Kompatibilität des Scriptes weiter verbessert und anderen Standards wie JavaScript oder XML angepasst. Hier wurde bis 2005 weiter intern optimiert, was hin und wieder Aufgrund der Weiterentwicklung anderer Technologien, vor allem ActionScript, auch hin und wieder ins Stocken geraten ist. 

„Die Reife“

Als 2005 das bereits 1982 gegründete Unternehmen Adobe „Systems Macromedia“ übernommen hatte, bekam damit auch Flash seinen dritten „Ziehvater“ und begann als Resultat richtig Erwachsen zu werden. Ab 2006 hieß es nun Adobe Flash und ist auch noch heute unter diesem Brand bekannt und beliebt. Durch dieses noch größere „Elternhaus“ hatte Flash die Möglichkeit, nochmals einen Sprung vorwärts zu machen, wurde von Adobe mit bereits vorhandenen Technologien weiter verbessert und zeigte auch intern schnell, dass es diesen Support auch gerne zurück gibt. Produkte wie der Photoshop, Adobe Flex, AIR, und viele mehr bekamen hier weitere Features oder sind auf dieser neuen Basis überhaupt erst entstanden. Durch Adobe und deren Vertriebsstrukturen konnte Flash in vielen neuen Bereichen für Unternehmen eingesetzt werden, was auch den wirtschaftlichen Mehrwert von Flash weiter gefördert hat. Während der Mitte des letzten Jahrzehntes war Flash auf seinem absoluten Höhepunkt. Nahezu keine Seite im Web war ohne Flash, Werbebanner, Flash – Games, PopUps und vieles mehr wurden zu immer populäreren Nutzungsgebieten und die EDV – Welt nahm es gerne an. Somit war der Flash – Player auf mehr Endgeräten zu finden wie Microsofts Windows oder JavaScript. Flash wurde lange zum Standard für Video - Webplayer mit dem Format .flv. 

Die Sättigungsphase 

Zu diesem Höhepunkt ging Flash so viele unterschiedliche Nutzungswege, dass es kurzzeitig einfach nicht wegzudenken und unentbehrlich war. Onlinewerbung und digitales Marketing setzten auf Flash, jedes Werbebanner, das aufpoppt, so gut wie jeder Produkttrailer basierte auf Flash, mitunter, da jeder Anwender in der Lage war Flash zu nutzen. Internetgames und Browserspiele fanden hier Möglichkeiten des Wachstums wie nie zuvor und somit wurden auch sehr schnell Spiele und Software entwickelt, die dank des Onlinebereiches für viele gleichzeitig nutzbar war – Online sein gemeinsam mit Freunden in einem Spiel oder mit Kollegen in einem Webraum an einer gemeinsamen Sache zu arbeiten und sich sogar per Kamera währenddessen darüber auszutauschen war so interessant und einfach wie noch nie zuvor im freien Web. 

2008 wurde auch gegenüber Suchmaschinen das Script offen gelegt und somit waren auch Flash – Inhalte für Suchmaschinen indexierbar. Zumindest theoretisch, denn neben Adobe Systems gab es auch OpenSource Flash Projekte, die jedoch nicht alle mit der Qualität des Adobe Flash mithalten konnten.

Der Rückgang

Dass Adobe Flash mittlerweile eher rückläufig ist, hat vielerlei Gründe. Der Hauptgrund ist wohl, dass Flash technisch über Jahre hinweg besonders innovativ geblieben war und von Adobe vertrieblich sehr gefördert worden war. Es hat auch definitiv nicht jeder Anbieter geschafft, mit Flash mitzuziehen bzw. sich nun im Laufe der Jahre einen echten Mehrwert gegenüber Adobe Flash zu erarbeiten. Beispielsweise hatte auch Microsoft mit Silverlight einen Versuch gewagt. Ein weiterer Grund ist schlicht der Wandel der Zeit in der IT Welt. Durch Neuerungen im Webdevelopment wie beispielsweise jQuery hat sich der Bedarf der User geändert. Mobile Endgeräte basieren nun wieder auf neuer Software, die sich so schnell in verschiedene Richtungen entwickelt hat, dass Flash nicht in allen Bereichen von der Entwicklung her mitziehen kann. Auch die Energieversorgung spricht in der Zukunft gegen Flash, weil sich Flash schlichtweg als Ressourcen – Ausbeuter für Hardware und Energiespeicher entwickelt hat. Niemand will sein Smartphone jeden Tag aufladen müssen, nur weil es Flash benutzt. Die Wiederauferstehung von Apple hat auch dazu beigetragen, dass sich Trends wieder alternativ zu Adobe Flash entwickeln müssen. Und leider ist Flash auch immer mehr in den Fokus der dunklen Seite des WWW geraten und es wird immer mehr als Sicherheitslücke und – Risiko angesehen. Somit hat Flash nach über 15 Jahren Wachstum und Entwicklung seine Grenzen erreicht und wird seinen Platz in der neuen mobilen EDV Welt für den Nächsten räumen. 

Das Vermächtnis 

Kaum hat Adobe Systems veröffentlicht, in gewissen Bereichen ihr Flash nicht mehr weiter zu entwickeln, stehen schon die ersten Bloqs und Communities bereit, um sich darüber auszutauschen. Die kuriosesten Forderungen und extremsten Meinungen gehen alle in die Richtung, Flash doch bitte so schnell wie möglich aus wem WWW zu verbannen. Dies ist sowohl unmöglich als auch unlogisch, da ein solcher Dominanzwechsel nicht so einfach umsetzbar ist. Millionen von Webseiten und noch viel mehr Online – Marketingaktionen müssten einfach mal so umgestellt werden und auch jedes heutige Endgerät müsste für die Zukunft kompatibel sein. Der IT Globus besteht aber hauptsächlich aus Technologien, die nicht up to date sind und somit nur bedingt kompatibel mit allem, was kommen wird. Als Beispiel hat Microsoft erst jüngst berichten können, dass weniger wie 50% aller Windows User auf Windows XP setzen. Hersteller von Browsern wie Mozilla leiden unter der Tatsache, dass über 60% der User nicht auf die aktuellsten Version setzen. Und es ist auch überhaupt nicht Bestandteil der Stellungnahme von Adobe Systems, Flash komplett zu beenden, sondern eben nur auf die moderne Entwicklung der mobilen Endgeräte wie Smartphones und Tablets.

Also wird Flash auch in Zukunft unsere Welt weiter bewegen und erst mit der Zeit weiter verschwinden, bis es zu einer weiteren Gute-Nacht-Geschichte für unsere Enkel wird. Die werden sich dann auch viel mehr mit den Enkeln von Flash beschäftigen, denn vieles, was die Zukunft bringt, wird auf Flash basieren oder sich darauf beziehen. HTML5, Adobe AIR, H264, Flex und viele mehr stehen hier in den Startlöchern und wollen loslegen, um herauszufinden, wer nun das Erbe von Flash antreten darf. Und an eines sollte man eh immer denken: Todgesagte leben länger.

30/11/2011 - 15:21

Wir freuen uns dieses Jahr eine offizielle Partnerschaft mit der Plenty System GmbH begründet zu haben. Da wir bereits des Öfteren mit der Suchmaschinenoptimierung von Kundenshops die auf PlentyMarkets aufgebaut waren beauftragt worden sind, konnten wir feststellen, dass die Shop Lösung für viele User eine sehr ausgereifte und leicht bedienbare Basis für einen Einstieg ins E-Commerce Business darstellt. Aber auch aus SEO Sichtweise konnten wir fast keine Einschränkungen der Onsiteoptimierung feststellen, d.h. wir wurden von einer ausgereiften Shop Lösung aus dem Hause Plenty überzeugt.. Wir hoffen auf eine Fruchtbare Zusammenarbeit und stehen Interessenten jederzeit bei Fragen zur technischen Umsetzung als auch Online Vermarktung einer PlentyShop Lösung zu Verfügung!

Über Plenty Systems

Die Firma Plenty Systems spricht mit Ihrer eigenentwickelten eCommerce Rundum - Lösung sowohl reine eCommerce Shop und Onlinehändler als auch den Mittelstand und die Industrie an.

Mit der Softwarelösung „PlentyMarkets“ bietet das Unternehmen eine Komplettlösung an, die für die Benutzer einerseits sowohl einen stark automatisierten und geschlossenen Workflow bietet und den Usern viel an händischer, mühseliger Eigenarbeit abnimmt, andererseits aber auch die Flexibilität, stets interaktiv und in Echtzeit das eigene Angebot zu ändern und zu verbessern.

Die Nutzer dieser Lösung finden sich schnell damit zurecht und vieles erklärt sich selbstsprechend, so dass Sie bereits nach kürzester Zeit mit dem Vorhaben, Ihrem neuen eCommerce Auftritt ins Rollen zu bringen, beginnen können und sich nicht im Vorfeld schon zu lange und intensiv mit dem Aufbau einer Webseite beschäftigen müssen.

PlentyMarkets Offizieller Vertriebspartner

Weiterführende Information:

Sollten Sie an einer Shop Erstellung interessiert sein, steht Ihnen unser Sales Team jederzeit gerne zu Verfügung! Nutzen Sie einfach unser Kontaktformular,  in dem Sie auf den Button Kontakt drücken und schicken Sie uns Ihr Anliegen.

Zu unserem Leistungsangebot im Segment E-Commerce zählen die graphische Gestaltung, technische Umsetzung und Entwicklung  individueller Anforderungen wie beispielsweise Produkt Konfiguratoren oder nicht standarisierte Anbindungen an Warenwirtschaftssysteme.

18/11/2011 - 15:59

Das Open Sources Content Management System Drupal ist in Deutschland angekommen

Bereits seit Jahren setzt die in München beheimatete Full Service Internetagentur Sherpatec auf Drupal CMS zur Umsetzung professioneller Websites. Das Content Management System Drupal genießt seit Jahren weltweit eine ungebrochen gute Reputation. Nicht ohne Grund setzten internationale Institutionen wie das Weiße Haus, the United Nations, MTV, AOL, Warner Brothers, Amnesty Internation, Disney und eine Vielzahl weitere Top Global Brands auf die Technologie des Open Source Content Management System Drupal.

Im deutschsprachigen Internet jedoch war Drupal eher unbekannt und weniger populär. Fast alle professionellen System Häuser und Agenturen konzentrierten sich auf die Promotion von Typo3 CMS, und davor Joomla! CMS. Diese Entwicklung scheint nun gebrochen. Basierend auf einer Auswertung der Google Insight Datenbank gewinnt Drupal zunehmend an Nachfrage. Nachfolgend zeigt die globale Nachfrageanalyse, dass Typo3 wesentlich weniger stark nachgefragt wird:

Schenkt man dieser Prognose Glauben wird Drupal ab 2012 global noch stärker nachgefragt werden, wohingegen Typo3 voraussichtlich keine Nachfragesteigerung erfahren wird. Origineller Weise hat die Auswertung auch ergeben, dass CUBA das Land mit der prozentual stärksten Drupal Nachfrage ist. Drupal ist auch das System welches die Grundlage für den Online Auftritt des Weißen Hauses darstellt. Schön zu sehen, dass sich diese beiden sehr unterschiedlichen Staatsformen in der Frage, welches das optimale CMS ist, einig sind.

Dagegen dominiert in Deutschland die Nachfrage nach Typo3 nach wie vor. Dies wird sich auch 2012 nicht ändern, wobei eine Annäherung wahrscheinlich wird.

Die Entwickler von Sherpatec sind aufgrund der Überschneidung Webdevelopment und Onsite Suchmaschinenoptimierung mit einer Vielzahl an Technischen Lösungen, CMS Systemen vertraut. Bei Bedarf werden Internetpräsenzen auf Basis Joomla!, Typo3, Contenido und weiteren realisiert. Frägt man die Programmierer jedoch welches Content Management System Sie zum Einsatz bringen möchten fällt die Antwort fast immer eindeutig aus: Drupal.

Bei näherem Interesse finden sich einige von Sherpatec umgesetzten Drupal Unternehmenswebsites unter der Rubrik Referenzen. Alternativ stehen die Sherpas jederzeit zu einem Informationsgespräch zur Verfügung.

Im folgenden Beitrag stellen wir die von uns umgesetzten eCommerce Lösungen und Shops vor.

17/11/2011 - 18:17

Die neuesten Änderung an der Suchmaschine

Jüngst hat der Konzern Google eine neue Änderung in seiner Suchmaschine umgesetzt, die eine Suchanfrage im Web weiter für den Verbraucher optimieren soll. Laut dem US Konzern sind hier 30%+ der Suchanfragen vom Ergebnis her verändert und weiter an den Konsumenten angepasst.

Google möchte hier weiter auf die Aktualität von Ereignissen eingehen und wird durch die weitere Neuerung das Ranking um solche Themen verändern und gewisse Seiten, je nach Bezug zum Thema und dem aktuellen Thema, im Ranking up- bzw. downgraden.

Wie macht das Google? Wie gewohnt werden die Quellcodes der Programmengines nicht freigelegt, es gibt aber klare Aussagen des Konzernes und auch weitere Fakten. So unterscheidet Google zum Beispiel die jeweiligen Ereignisse, die unter diese Veränderung fallen:

Aktuelle Ereignisse & brisante Themen ( Recent events & hit topics )

Dies sind einzelne, zumeist auch einmalige Ereignisse mit großem Allgemeininteresse. Der Fall der deutschen Mauer fällt genauso darunter wie Entdeckung eines neuen Planeten.

Regelmäßige, wiederkehrende Ereignisse ( Regular & recurring events )

Dies sind Ereignisse, die in regelmäßigen Zeitintervallen wiederkehren und auch damit auch fest zu rechnen ist. Bundestagswahlen fallen genauso darunter wie feste Sportereignisse oder Weihnachten. Inoffiziell heißt es hier, dass Google ein Liste dieser Ereignisse führt und weiter ausbaut, sozusagen einen global Event Kalender.

Hier Vorsicht: Dass der FC Bayern München Meister wird, ist ein festes Ereignis. Doch die Zeitintervalle sind nicht genau festlegbar J

Ereignisse mit häufiger Änderung & Aktualisierung ( Frequent updates )

Dies sind Ereignisse, die sich in engen, nicht linearen Zeitabständen ändern, optimieren und aktualisieren. Eines der besten Beispiele ist der Benzinpreis oder die Tageszeitung.

Doch wozu führt das ganze?

Google will hiermit klar bewirken, dass die Informationsflut bei jeder einzelnen Suchanfrage für den Suchenden einfacher zu verstehen ist und der Suchende schneller die Information bekommt, die ihn wirklich interessiert. Wenn jemand zum Beispiel einen neuen Mobilfunkvertrag abschließen möchte und dies auch als Keyword benutzt, hilft es ihm wenig, wenn er auf einer SEO-starken Seite landet, die seit Jahren auf dieses Keyword optimiert wird, die Angebote aber von 2009 sind.

Google stellt somit die Ziele der Suchanfragen vor die Herausforderung, aktuell zu arbeiten, die Webseiten zu pflegen und diese „lebendig“ und „up to date“ erscheinen zu lassen. Eine Seite die lebt hat ständig etwas Neues, sie wächst an Sinnvollem und leert das Sinnlose weg, hat immer etwas Neues zu berichten, hängt am Puls der Zeit passt somit auch viel mehr in das heutige Leben des 21. Jahrhunderts. Dies alles will Google hervorheben und fördern.

Ein Nebeneffekt für Google ist es natürlich auch, dass man für eine perfekte Information in Echtzeit nicht mehr dem Suchergebnis von gestern trauen kann und lieber nochmal googelt.

Nun wissen wir, dass wir in Zukunft bei Google ein besseres Ranking haben, wenn wir unseren Content und unsere Domains pflegen und am Puls der Zeit halten und dies 30%+ aller Suchanfragen betrifft. Aber was ist mit dem anderen 70%- und mit denen, die nicht darauf ausgelegt sind, jeden Tag aktuell sein zu müssen? Geht es denen somit schlechter? Nein. Eine Seite, die sich nicht mit aktuellen Themen beschäftigt, will unter diesen Begriffen auch gar nicht gefunden werden. Es geht nur um die ca. ein Drittel, die unter die Keywordsuche fallen. Eine Seite zum 17.Jahrhundert Italiens kann die Ereignisse im 17.Jahrhundert nur schwer aktualisieren, genauso wie ein deutsch-englisches Wörterbuch online.

Vieles ist noch unklar.

Da es nicht möglich ist, die genauen Auswirkungen dieser Änderung zu erfassen und vieles im Detail auch noch im Dunkeln steht, bleibt einiges noch unklar. Ob das alles nun auch schon in google.de zu spüren ist oder nicht, sei mal dahingestellt, denn Fakt ist, dass Deutschland von Google keine Ausnahmesituation bekommen wird. Wie stark es sich jetzt allerdings bei lokalen, regionalen, nationalen und globalen Themen auswirken wird, die jeweils von einem komplett anderem Ort auf dem Planeten gesucht werden, ist noch unklar, genauso wie das Wort “aktuell“ einzustufen ist. Wenn ich heute schon über die WM 2014 in Brasilien publiziere und mich indexieren lasse, wie aktuell sind dann meine News für Google noch, wenn 2014 dann da ist und die WM beginnt?

Anm. d Red.: Bei einigen Seiten, die jüngst dank dieses Google Updates an Ranking verloren haben, verstehe ich das auch. Somit haben diese Seiten endlich die Gelegenheit, Ihre Domain mal so richtig aufzuräumen und viele tote Subsites zu eliminieren. Somit sehe ich hier den Nebeneffekt, dass viele große Domains mal so richtig durch gekehrt werden und das Internet damit wieder ein klein wenig ausgefegt wird. Negativ sehe ich den Ansatz, dass Google damit noch mehr Suchanfragen anstrebt und die wirklich unnötigen davon sinnlos viel Energie verbrauchen.