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17/08/2010 - 12:23

Seitdem die Öffentlichkeit über die Verhandlungen zwischen Google und dem Provider Verizon durch die New York Times unterrichtet wurde, schlägt die Debatte um ein Ende der Netzneutralität in den deutschen Medien hohe Wellen. Netzneutralität bedeutet, dass die Provider die Daten von ihren Kunden gleichberechtigt übertragen. Doch nicht nur aus Verbrauchersicht ist dieses Thema von Interesse, sondern auch aus Sicht der SEOs.

Große Datenmengen verursachen hohe Kosten
Wer die Debatte in den letzten Tagen in den einschlägigen Social Media Organen verfolgt hat, muss den Eindruck bekommen, dass Google und Verizon einen Teufelspakt schließen wollen. Dabei geht es Google wohl vordringlich darum, die Kosten für den zunehmenden Traffic abzufangen. Die großen Datenmengen, die durch Videos entstehen, erfordern immer schnellere Internetverbindungen. Google und Verizon versuchen mit ihrem Deal, diese Kosten besser zu verteilen. In vielen Blogbeiträgen, die für den Erhalt der Neutralität streiten, wird vergessen, dass Google ein Unternehmen der freien Wirtschaft ist und ein Interesse an hohen Umsätzen haben muss. Dem demokratischen Interesse des freien Meinungsaustauschs steht das aber nicht entgegen, schließlich sind Zeitungen und Fernsehen auch nicht kostenlos. Verständlicherweise möchte Google das Maß aller Dinge bleiben und sich als „good guy“ des Web 2.0 stilisieren. Nicht zuletzt soll die amerikanische Dominanz im Web 2.0 unter allen Umständen erhalten werden. Doch diese Position ist nicht unangefochten, denn Google verkörpert nicht das Internet, sondern ist der größte Anbieter unter vielen.

Kampf um die Zukunft des Web 2.0
Im Social Media Bereich zeichnet sich Facebook als bedeutende Konkurrenz ab. Suchmaschinen Optimierung wird sich in Zukunft auch auf andere Bereiche konzentrieren. Zudem verlieren die Google Rankings an Bedeutung, je mehr User mit optimierten Ergebnissen konfrontiert sind. Schon heute bieten vielen SEOs deshalb einen Mix aus Keywordoptimierung, Social Media Kampagnen und Adwords an. Der Kampf um gute Positionen im Web 2.0 wird weiter zunehmen, je härter die Konkurrenz wird. Die Überlegungen von Google und Verizon zeigen schließlich nur, dass der Wettbewerb zunimmt. Das Gleichgewicht eines dezentralen, offenen Netzwerks wird dadurch gestört. Doch nicht nur die Unternehmen wollen die Aufweichung der Neutralität, auch die Politik hat ein offenes Interesse an Beschränkungen. Die anhaltende Debatte über die Sperren im Internet ist dafür nur ein Beispiel. Wirtschaftliche und politische Interessen treffen sich an diesem Punkt, um die freie Verfügbarkeit des Web 2.0 einzuschränken.

SEO als unverzichtbares Tool
SEO wird zu einem unverzichtbaren Element für alle, die im Web 2.0 unterwegs sind. Ohne Optimierung werden Webseiten in der Masse der Daten nicht gefunden. Die Sherpas glauben, dass das Internet damit zunehmend von wirtschaftlichen Interessen dominiert wird. Damit muss aber nicht automatisch die Wahl zwischen verschiedenen Anbietern kleiner werden. Die Entwicklung könnte zu geschlossenen Netzwerken führen, die stärker kontrolliert und redigiert werden. Auch eine stärkere Regionalisierung des Web 2.0 könnte die Folge sein. Damit wäre eine höhere Qualität gesichert, aber die kostenlose Verfügbarkeit vieler Inhalte nur noch Geschichte.

Unser Fazit:
Google ist unserer Meinung nach nicht direkt an einer Aufweichung der Netzneutralität interessiert, sondern an einer besseren Verteilung der Kosten, die durch hohe Datenmengen entstehen. Je weiter die Neutralität zugunsten des wirtschaftlichen Wettbewerbs schwindet, desto wichtiger wird die Suchmaschinenoptimierung für die User.

11/08/2010 - 13:45

Jeder kennt die kleinen Textanzeigen, die über und neben den Suchergebnissen angezeigt werden. Diese Suchergebnisse sind eine Möglichkeit, gegen Geld an sehr gute Positionen bei Google zu gelangen. Für alle, die rasch ihre Webseite mit mehr Besuchern versorgen wollen, bietet sich diese Form der Werbung an. Mit definierten Suchworten, sogenannte Keywords, wird das Angebot von den Usern gefunden. Der Anbieter zahlt wie in einem Auktionsverfahren für die Position. Die Klickpreise variieren je nach Maximalgebot für die einzelnen Suchworte.
Über den sinnvollen Einsatz von Google Adwords gibt es mittlerweile genügend Blogbeiträge und sogar Bücher. Deshalb wollen wir an dieser Stelle einen kurzen Überblick geben, unter welchen Voraussetzungen Google Adwords erfolgreich eingesetzt werden kann. Der entscheidende Aspekt sind die hohen Kosten, die einfach vermieden werden können. In diesem Beitrag möchten wir uns auf einige grundlegende Aspekte konzentrieren, um eine Kampagne für Einsteiger so effizient wie möglich zu gestalten.

  • Zuerst sollten die richtigen Keywords für die Kampagne ausgewählt werden. Diese Keywords können von der Webseite übernommen werden oder für einen besonderen Zweck neu gewählt werden. Für die Wahl der richtigen Worte stehen Keyworddatenbanken zur Verfügung. Empfehlenswert ist auch das kostenlose Keyword Tool von Google Adwords selbst. Dort lassen sich die monatlichen lokalen und globalen Suchanfragen genau bestimmen und auswerten. Zudem schlägt das Tool weitere sinnvolle Worte und Wortkombinationen vor.
  • In einem zweiten Schritt muss das Budget angemessen definiert werden. Wer einen zu kleinen Betrag investiert, wird kaum ausreichend Klicks generieren, um Umsätze zu erzielen. Ein zu hohes Budget kann hohe Kosten verursachen, die nicht durch den Gewinn gedeckt werden. Zu Beginn einer Kampagne treten häufig höhere Kosten auf, da noch nicht ausreichende Daten vorhanden sind, um gewinnbringende Suchworte zu bestimmen. Um das Kostenrisiko minimal zu halten, sollten Sie sich ein finanzielles Monatslimit oder Tageslimit setzen. In dieser Phase sollten die Suchworte in der exakten Schreibweise eingesetzt werden und kontinuierlich beobachtet werden. Außerdem sollte die Einstellung der CPC (Costs per Click) eine Anzeigenposition zwischen Platz 3 und 7 ermöglichen. Aber was ist nun das angemessene Budget? Beginnen Sie mit einer Größe von 10€ bis 20€ pro Tag.
  • Wenn die Kampagne eingerichtet ist, müssen die Klickzahlen fortlaufend ausgewertet werden. Dabei sollten sich Einsteiger zu Beginn an den Impressionen und Klickzahlen orientieren. Die CPC sollten ständig angepasst werden und sich einer Klickrate von 2 bis 6 Prozent annähern. Zum Beispiel: Bei 20.000 Impressionen und einer Klickrate von 0,1% lassen sich nicht wirklich Rückschlüsse auf den Wert eines Suchwortes ziehen.
  • Die Kosten der Kampagne lassen sich weiter drücken, wenn das Einkaufs- und Anfrageverhalten der Besucher ausgewertet wird - zu welcher Tages- oder Nachtzeit und an welchen Tagen kaufen Besucher? Wenn die Anzeigenschaltung an diese Uhrzeiten angepasst wird, lassen sich recht einfach Klickkosten sparen. Damit sinkt auch der Streuverlust der Kampagne.

Fazit:
Online Werbung kann sehr erfolgreich sein, wenn sie professionell eingesetzt wird. Wer diese grundlegenden Beispiele beachtet, kann in sehr kurzer Zeit viele Käufer generieren.

04/08/2010 - 13:47

Obwohl in Deutschland noch viele Verbraucher nichts von E-Books und digitalem Lesen wissen wollen, lassen sich die Lesegeräte international offenbar gut verkaufen. Wissenschaftler und Journalisten generieren die notwendigen Informationen für ihre Arbeit aus dem Netz. Das digitale Lesen von gescannten Büchern, wie unter anderem bei Google Books möglich, wird längst von vielen Usern genutzt.
Mittlerweile stehen den Usern viele verschiedene Geräte zur Verfügung, um die E-Books zu lesen. Deshalb häufen sich in letzter Zeit die Berichte über Umsatzgewinne, die mit E-Books erzielt werden. Vor allem die Umsatzzahlen des Online-Händlers Amazon für den amerikanischen Markt scheinen stark zu wachsen. Nach übereinstimmenden Medienberichten wurden dort für 100 Hardcover Bücher 143 elektronische Bücher verkauft. Deshalb werden Stimmen laut, die eine Revolution des Buchmarkts befürchten.
Allerdings sind diese Befürchtungen nur sehr eingeschränkt zutreffend. E-Books sind als Produkt nur begrenzt mit Büchern vergleichbar. Zum einen muss man die Anschaffung und Lebensdauer eines Lesegeräts kalkulieren, das wohl kaum den individuellen Stellenwert eines signierten Buchs hat. Zum anderen ist fraglich, wie lange die Kompatibilität der Dateien mit neueren Geräten gegeben sein wird.
Wer ein E-Book kauft, wird weder auf gedruckte Bücher verzichten noch seine Bibliothek auflösen. Im Gegensatz zur digitalen Fotographie hat das digitale Buch (noch) keine überragenden Vorteile für den Verbraucher. Ein Buch muss schließlich nicht nach einigen Stunden an die Steckdose angeschlossen werden. Selbst der Preis scheint momentan nicht den Ausschlag zu geben, auch wenn die Lesegeräte billiger werden.
Nicht zuletzt sind die Erfolgszahlen von Amazon selbst fragwürdig, da das Unternehmen den Umsatz mit gebundenen Büchern und E-Books nicht preisgibt. Taschenbücher sind offenbar nicht eingerechnet worden. Obwohl die Lesegeräte gut verkauft werden, ist damit nicht sicher, dass insgesamt mehr digitale Bücher als gebundene Ausgaben verkauft wurden.
Es besteht offenbar ein Interesse daran, digitales Lesen als kleine Medienrevolution zu verkaufen, weil damit der Druck auf die Verlage und ihre Preise erhöht werden kann. Die Zukunft des digitalen Lesens hat aber mit dem Internet schon längst begonnen. Doch damit werden gebundene Bücher keineswegs überflüssig noch abgeschafft. Trotz Glühbirnen und Energiesparlampen sind Kerzen schließlich nicht aus den Haushalten verschwunden. Deshalb ist nicht zu erwarten, dass Amazon mit Lesegeräten und E-Books das gebundene Buch abschaffen wird. Allerdings werden die Verlage auf die digitale Konkurrenz in Zukunft reagieren müssen.

21/07/2010 - 08:43

Willkommen im Sherpa Blog!

Der SEO Blog für Suchmaschinenoptimierung und Suchmaschinenmarketing von den Bergführern des Internet. Professionals berichten aus der Welt des Web 2.0 und zeigen ihnen Wege auf die hohen Gipfel der Top 10 Positionen. Wir freuen uns über Kommentare, Hinweise und Diskussionen.

Viel Vergnügen beim Lesen wünscht

das Sherpa Team

PS. Wir erlauben nur deutschsprachige und sinnvolle Kommentare. Geben Sie bitte Ihren richtigen Namen an. Und: No comments in English, please.

21/07/2010 - 08:16

SEO Markus Glatz

Markus Glatz, 30, gesellschaftender Geschäftsführer der Sherpatec GmbH, ist für die technische Umsetzung der Suchmaschinenoptimierung verantwortlich. Er plant und betreut die Google Optimierung von Unternehmenswebseiten, E-Shops und Communities.

Seit 2003 hat er für zahlreiche Kunden Webseiten programmiert, Online Projekte entworfen und Optimierungen umgesetzt. Die Onpage-Optimierung ist sein Spezialgebiet. Bekannte SEOs wie Michael Sattler haben bereits früh eine Empfehlung für seine Arbeit abgegeben. Ein Gespräch über SEO Experten und die Praxis der Suchmaschinenoptimierung.

Sie haben keinen ganz gewöhnlichen Beruf. Wie wird man eigentlich zu einem Spezialisten für Google Optimierung?

Ich denke, die Neugier war meine entscheidende Motivation. Ich habe jedenfalls nicht geplant, ein SEO Professional zu werden. Bedingt durch die Familientradition bin ich gelernter Einzelhändler. Doch schon während meiner Zeit bei der Bundeswehr habe ich angefangen, mich mit der Programmiersprache Java auseinanderzusetzen. Autodidaktisch habe ich mir weitere Programmiersprachen beigebracht, aber zunächst nicht in der IT Branche gearbeitet. Allerdings war ich schon zu Zeiten von Alta Vista ein Fan von Suchmaschinen. Ich wollte mehr über die Verwendung der Algorithmen bei der Suche wissen. Und ich war beeindruckt, wie leicht die Suchmaschinen damals noch mit einfachen Tricks zu manipulieren waren – auch die Suchmaschine Google in ihren Anfangsjahren. Meine Kompetenz für Suchmaschinenoptimierung habe ich unter anderem weiter verfeinern können, als ich ein Portal für die Vermittlung von Heizöl selbst programmierte und optimierte.

Sie erwähnen den Begriff Manipulation. Wie gehen Sie mit dem Vorwurf um, die Optimierung sei lediglich eine gezielte Verfälschung der Ergebnisse?

Ich glaube nicht, dass SEO eine Verfälschung der Ergebnisse ist. Schließlich kann man nicht jede beliebige Webseite in die Top 10 der Ergebnisse katapultieren. Ohne hochwertige Inhalte hat keine Seite Aussichten auf gute Positionen, insbesondere nicht in härter umkämpften Bereichen. Wer langfristig Erfolg bei den Suchmaschinen haben möchte, sollte sich an die offiziellen Webmaster Guidelines halten. Ich selbst bezeichne mich als White Head SEO, das bedeutet, ich akzeptiere die Richtlinien der Suchmaschinen wie Google. Letztlich ist Suchmaschinenoptimierung eine neue Form der PR Arbeit.

Was sollte ein guter SEO können? Welche technischen Voraussetzungen sollte er beherrschen?

Grundsätzlich sollte der SEO möglichst offen und neugierig sein. Das Internet ist schließlich kein statisches System, sondern verändert sich ständig. Er sollte sich mit HTML, PHP und CSS gut auskennen und sauber programmieren können. Damit meine ich, dass es relativ leicht ist, eine Webseite optisch ansprechend zu erstellen, aber nicht so leicht, sie suchmaschinenfreundlich zu programmieren. Saubere Programmierung bedeutet, die Seite nach den Kriterien von Google einzurichten. Weiterhin sind genaue Kenntnisse der wichtigsten Content Management Systeme von Vorteil, wie Typo3 und Drupal. Natürlich sollte er in der Lage sein, die Analyse Tools zu bedienen und zu interpretieren. Kurz gesagt: ein guter SEO muss kein gelernter Informatiker sein, sondern ein gutes Verständnis für die technischen Grundlagen und deren Umsetzung haben.

Sie arbeiten mit einer Materie, mit der die meisten User nur wenig Erfahrung haben. Wie vermitteln Sie Ihren Klienten ihr Wissen?

In erster Linie muss man sich das Vertrauen erarbeiten, da die meisten Kunden nur ungefähre Vorstellungen von der Optimierung haben. Grundsätzlich versuche ich allen Kunden möglichst genau und ausführlich zu erklären, welche Maßnahmen langfristig sinnvoll sind. Ich vermittle meine Kompetenz zu Beginn mit einem ausführlichen Angebot, das die Fragen der Kunden aufgreift. Das Team und ich vergleichen Konkurrenzprojekte und versuchen, möglichst transparent zu arbeiten. Natürlich stelle ich auf Verlangen auch Referenzen zur Verfügung. Nicht zuletzt wird meine Arbeit sowohl von anderen Experten als auch von befreundeten Agenturen empfohlen.

Konkret: was bringt die Suchmaschinenoptimierung einem mittleren Unternehmen in Deutschland, das beispielsweise in der Zulieferbranche (B2C) tätig ist?

Es gibt mittlerweile genügend Statistiken, die belegen, dass die Suche im Internet und damit die Informationsfindung immer wichtiger werden. Die User suchen gezielt nach hochwertigen Ergebnissen und sehen die Suchmaschinen, am häufigsten Google, als Entscheidungshilfe. Was Google sagt, gilt als Empfehlung. Deshalb sind die ersten Positionen in der Ergebnisliste bei Google für jedes Unternehmen erstrebenswert, denn damit wird nicht zuletzt  die öffentliche Wahrnehmung der Marke gestärkt. Mit der klassischen Werbung lässt sich zwar auch die Sichtbarkeit erhöhen, aber hohe Streuverluste sind vorprogrammiert. Im Internet ist das anders, da die User gezielt suchen und oft schon eine Kaufabsicht haben.

Im Gegensatz zu vielen SEOs halten Sie die Onpage-Optimierung einer Webseite für wichtig. Warum?

Ich widerspreche den führenden SEOs nicht, wenn es um sehr große Projekte für Partnersuche oder Immobilien geht. In diesen Fällen hilft die Onpage-Optimierung tatsächlich wenig. Für die kleineren und mittleren Betriebe in weniger hart umkämpften Bereichen kann man allerdings damit gut punkten. Die Konkurrenz setzt die Onpage-Optimierung oft nicht gründlich um, so dass gerade in diesen Bereichen Spielräume bestehen.

Da die Kriterien für das Ranking bei Google offiziell nicht bekannt sind, könnte man meinen, SEO besteht aus lauter Geheimnissen. Stimmt das?

Nein. Suchmaschinenoptimierung ist kein Geheimnis, aber jeder SEO hat seine eigenen Tricks und Erfahrungen. Letztlich kann man sich in diese Materie einarbeiten, wie mein eigener Werdegang zeigt. Es kostet nur viel Zeit und Mühe, sich stets um eine gute Umsetzung zu bemühen, verschiedene Sachen auszuprobieren und zu analysieren. Die Planung der Optimierung ist das eigentliche Geheimnis, und darin unterscheiden sich auch die SEOs. Je besser die Planung, desto besser die Umsetzung, desto besser das Ergebnis. Besonders wichtig scheint mir die Vermeidung von Fehlern. Die meisten Professionals scheitern an unzähligen Fehlern wie Dead Links, doppeltem Content und fehlerhaften HTML Tags. In der fehlerlosen Umsetzung liegt die Kunst.

Offenbar spielt die Planung bei der Optimierung eine große Rolle. Wie organisieren Sie den Prozess der Optimierung?

Neue Projekte werden in Bezug auf die Mitbewerber und deren Webpräsenzen genau analysiert. Jedes Projekt wird von zwei bis vier Leuten ständig betreut, die für die Onpage-Optimierung und die Offpage-Optimierung verantwortlich sind. Ich erstelle dafür einen Jahresplan, der auf Monate und Wochen festgelegt wird. Die Onpage Maßnahmen und das Linkbuilding sind darin enthalten, so dass alle im Team wissen, was sie zu tun haben. Die fortlaufende Beobachtung der Positionen garantiert, dass ich im Zweifelsfall Anpassungen vornehmen kann.

SEO ist eine verhältnismäßig junge Wissenschaft. Wie halten Sie sich auf dem Laufenden?

Ich lese einschlägige Blogs zum Thema und diskutiere gelegentlich mit anderen SEOs über neue Erkenntnisse oder Veränderungen. Ich teste auch neue Theorien entlang der Guidelines und versuche, mir ein eigenes Bild zu machen. Gelegentlich besuche ich auch Messen wie die dmexco.

Was halten Sie von Fachliteratur über SEO?

Von den unzähligen Büchern halte ich nicht sonderlich viel.

Welche Trends wird die Suchmaschinenoptimierung ihrer Meinung nach in den nächsten Jahren einschlagen?

Diese Frage  kann ich nicht pauschal beantworten. Das Internet wird sich im Social Media Bereich rasch weiter entwickeln.  Besonders die großen Communities wie Youtube, Facebook und Twitter werden für die Entwicklung wichtig werden. Mich fasziniert der Aspekt, dass Millionen von Menschen gleichzeitig online sind und damit das Wissen dieser Menschen greifbar wird. Ob es gelingt, diesen Informationsaustausch zeitnah zugänglich zu machen, beispielsweise über die Google Suche, ist für mich die zentrale Frage. Schon heute versucht Google, möglichst zeitnah Ergebnisse zu liefern. Die Communities können aber im Vergleich als „lebendige Suchmaschinen“ genutzt werden, besonders, wenn die Community Themen bewertet. Der Like Button von Facebook ermöglicht diese persönliche Bewertung. Deshalb erwarte ich für die Zukunft eine Personalisierung der Suche, auf die alle SEOs reagieren müssen. Suchergebnisse werden in Zukunft viel genauer auf den einzelnen User zugeschnitten sein. Gerhard Polt hat auf den Unterschied hingewiesen, dass die Menschen an den Stammtischen früher von eigenen Erlebnissen berichteten, während sie heute nacherzählen, was sie gehört haben. Im Web 2.0 sitzt man mit Menschen aus aller Welt an einem Tisch.